JaJa Häuser Kampala

JJAJJA - Häuser: Ein würdiger Lebensabend

HIV/AIDS – Die verlorene Generation

In Uganda gibt es keine staatliche Renten- oder Krankenversicherung, kein Kinder- oder Waisengeld. Mit einer der höchsten Aids-Raten der Welt, sterben viele Erwachsene in Uganda früh an dieser Krankheit und hinterlassen ihre Kinder einer ungewissen Zukunft. Nach offiziellen Schätzungen beträgt die Zahl der Aids-Waisen in Uganda über 2 Millionen (Stand 2016). Man nennt sie dort auch “die verlorene Generation”.  Die Kinder bleiben oftmals bei den Großeltern zurück, landen bei Verwandten, auf der Straße oder in Heimen.

Jjajja bedeutet auf Luganda “Großväter/Großmütter”

Wo geht ein alter Mensch in Uganda hin, wenn er gebrechlich geworden ist, nicht arbeiten kann, keine Verwandten mehr hat und noch ein paar Aids-Waisen versorgen muss? 

Durch den Bau von “Jjajja-Häusern” für die Großväter und Großmütter, die bereit sind, die hinterbliebenen Enkel aufzunehmen, unterstützen wir diese Menschen, um ihnen ihre Aufgabe in einer geeigneten Umgebung zu ermöglichen. Für die Enkel übernehmen die Großeltern wieder die Elternrolle. Wie sollen sie ihre Zukunft bewältigen? Renten gibt es nicht und ihre traditionelle Altersversorgung waren die eigenen Kinder. Nach deren Tod müssen sie nun nicht nur für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen, sondern auch ihre Enkel durchbringen. Die tägliche Versorgung mit Nahrung, Kleidung, Übernahme von Schulkosten, Medizin und Miete stellen eine extreme Belastung dar.

Tony aus Kampala hat schon als kleiner Junge beide Eltern durch Aids verloren. Er und sein Bruder lebten seitdem bei der Oma im Stadtteil Kasubi in Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Die Verhältnisse waren sehr armselig. Oma Miriam verkaufte die Blätter vom Bananenbaum, die sie vorher in Streifen geschnitten hat. Diese Streifen dienen als Ersatz für Kochtöpfe. Gerade die arme Bevölkerung kocht täglich Speisen, wie Reis, Gemüse und Brei aus Kochbananen in diesem Naturprodukt. Der Verdienst ist äußerst gering. Durch eine Patenschaft für Tony konnte er unsere Kasubi-Schule besuchen und anschließend eine Lehre beginnen.

Danach wurde das kleine Geschäft der Oma mit Hilfe von Spenden etwas erweitert. Auf dem Markt verkaufte sie nun auch Tomaten und Möhren. Die Tätigkeit war äußerst beschwerlich für die 60-jährige Frau, da sie beständig unter Schmerzen im Knie leidet und kaum laufen konnte. Ihre kleine gemietete Hütte war 8 Quadratmeter groß und es regnete ständig herein.

In Mutungo einem Stadtteil von Kampa wurde ein ca. 300 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. Drei kleine Reihenhäuser für Witwen und Aids-Waisen entstanden hier. Jedes Häuschen besteht aus zwei Räumen und einer Veranda. In eines der Häuser konnte Tonys Oma einziehen und für Tony wurde ein Traum wahr, dass seine Oma in einem “richtigen” Zuhause leben darf. Niemand kann sie mehr vertreiben und die Enkel müssen nicht auf die Straße, wenn sie stirbt.

Vielen Großmüttern und Großvätern geht es ähnlich: Sie müssen zusehen, wie ihre eigenen Kinder an Aids sterben. Übrig bleiben die verwaisten Enkelkinder. An einen gemütlichen Lebensabend, vorsorgt von den Kindern, daran können diese Großeltern nicht denken. Sie müssen sich bemühen, den Lebensunterhalt für sich und ihre Enkel zu bestreiten. 

 

Wie können Sie helfen? So können Sie helfen:

  • Durch 30 Euro monatlich für eine Patenschaft für ein Kind aus dem t.a.p.p. Projekt.
  • Durch eine Spende für den Bau von Jjajja-Häusern für Großmütter und Großväter, die AIDS-Waisen aufziehen.
  • Durch eine Spende für den Bau von Häuser der Hoffnung für AIDS-Waisen.

Projekt: 7500-014  – HIV/AIDS Projekt
Spendenkonto: DE16 5205 2154 0120 0001 20
Sie haben Fragen?  +49 (0)5622 6160 oder per E-Mail.

Informationen für Uganda

Projektbeschreibung

Unser Kinderhilfswerk unterstützt Aids Projekte unter dem Namen t.a.p.p. (tumaini (=Hoffnung) aids prevention program) in Uganda, indem wir Betroffene Lebenshilfe durch Beratung, Aufklärung, medizinische Hilfe und Zuwendung bieten. Durch den Bau von “Jjajja-Häusern” für Großväter und Großmütter, deren Kinder in Folge von Aids verstorben sind und die bereit sind, die hinterbliebenen Enkel aufzunehmen, unterstützen wir als Kinderhilfswerk diese Menschen, um ihnen ihre Aufgabe in einer geeigneten Umgebung zu ermöglichen.  

» Informationen zu Uganda 

jaja häuser in uganda


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Unser Team steht Ihnen gerne zur Verfügung. Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr telefonisch unter
+49 (0)5622 6160
oder per E-Mail.

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