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Sturzflut im Himalaya

Die Sturzflut im Himalaya am 26.08.2026 hat mehr als 1.200 Menschenleben gefordert, über 5.000 gelten als vermisst. Ein gewaltiger Erdrutsch aus Schlamm und Geröll an der Grenze zwischen Nepal und der chinesischen Region Tibet löste die verheerende Flutkatastrophe aus. Häuser, Fahrzeuge, ganze Dörfer wurden mitgerissen. Immer wieder kommt es in Nepal zu schweren Überschwemmungen, die den Menschen ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage nehmen.

GLOBAL CARE hat 30.000 EUR Soforthilfe zugesagt und versorgt Menschen in betroffenen Regionen mit Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser, Hygienepaketen und Baumaterial für Notunterkünfte

„Ich war tief unter Trümmern begraben, als das Wasser über meinen Kopf hinwegrauschte und mich bewusstlos zurückließ. Meine Familie und ich hatten 36 Stunden nichts zu essen. Auf der verzweifelten Suche nach Wasser fanden wir nur schlammige Pfützen. Plötzlich entdeckten wir eine kleine Quelle, die uns endlich zu trinken gab. Bekannte, Freunde, Nachbarn – viele Leute von uns wurden fortgerissen, zusammen mit den Tieren und all unserem Hab und Gut. Nichts blieb übrig, nicht einmal die Kleidung, die wir anhatten. Bei allem Verlust erkenne ich den wahren Wert des Lebens und wie wenig Reichtum und Besitz zählen. Es ist für mich ein großes Wunder, dass meine Familie und ich überlebt haben. Ich möchte weiterhin mit Gott leben und anderen Menschen helfen, wo immer ich kann.“ 
Norbu aus Rasuwa

Prakash lebt mit seiner Frau, der 3-jährigen Tochter und seinen Eltern in der Gemeinde Kispang. Er hat ein kleines Geschäft, seine Frau arbeitet in der Kantine eines Wasserkraftwerks in der Nähe des Flusses Bhotekoshi. Am Tag der Flut ging Prakash mit seiner Tochter bergauf in Richtung Dorf spazieren. Plötzlich stürzte die gewaltige Flut durch das Tal.  Innerhalb weniger Minuten war sein Haus unter dem Schlamm begraben – seine Familie kam ums Leben. „Es war der dunkelste Tag meines Lebens. Ich fühle mich wie betäubt. Es wäre besser gewesen, wenn ich anstelle meiner Frau gegangen wäre. Ich habe keine Vorstellung davon, wie es weitergehen soll. Das Leben ist ein Chaos geworden! Manchmal hilft mir der Gedanke daran, dass ich nicht der Einzige bin, dass es vielen Menschen jetzt so geht wie mir.“
Prakash aus Kispang

    

Tagebuch der Hilfe

11.10.2026

Nach der gewaltigen Sturzflut am 26. August, ist es heute zu erneuten schweren Überschwemmungen gekommen. Betroffene Gebiete entlang des Flusses Budhi Gandaki ssind durch örtliche Behörden evakuiert worden. Siedlungen wurden überflutet, das Wasser riss Brücken und Fahrzeuge mit. Ein Team unserer Partnerorganisation Asal Chhimekee Nepal (ACN) startete sofort einen Hilfseinsatz. „Wir werden Verteilungen von Notpaketen und Hilfsgütern für 50 Familien vorbereiten – die genauen Bedarfe ermitteln wir Ort“, so Projektleiter Raju.

24.09.2026

In den nächsten Monaten werden weitere Hilfsmaßnahmen wie die Einrichtung von Lernzentren, Kampagnen zum Kinderschutz und Unterstützung im Wiederaufbau geplant.

12.09.2026

In den Distrikten Nuwakot und Rasuwa werden Gesundheitscamps eingerichtet. Medizinische Untersuchungen, ärztliche Sprechstunden und Beratung sowie die Ausgabe lebenswichtiger Medikamente sind Teil der Hilfe.

09.09.2026

„Unser jüngster Sohn ist 24 Jahre alt. Einige Tage vor der Flut machte er sich auf den Weg in die Stadt, um sich eine neue Arbeitsstelle zu suchen. Seit der Katastrophe haben wir nichts mehr von ihm gehört. Warum ruft er uns nicht an? Wann wird er kommen?“ Chameli und Sitaram, Mutter und Vater aus Bhotekoshi

08.09.2026

Durch die Verteilungen von Hilfsgütern wurden 280 Familien in Bhotekoshi erreicht. Viele von ihnen haben Angehörige verloren – die Not ist groß. Am Straßenrand trifft das Helferteam auf Überlebende aus dem Dorf Karummarayang. Sie sind weit gelaufen, um Hilfe zu holen und bitten um Salz und Öl. Die Mitarbeiter verteilen dort 35 Versorgungspakete für Familien.

07.09.2026

Die dritte Verteilung von Hilfsgütern wie Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln, Küchenutensilien und Kleidung findet in Uttargaya im Bezirk Rasuwa statt. Insgesamt wurden durch Verteilungen von Hilfsgütern bisher 950 Haushalte erreicht.

 

05.09.2026

Die Menschen sind dankbar für die Hilfe, wirken jedoch traurig und in großer Sorge. Zahlreiche Frauen trauern um ihre Männer, die in einem Wasserkraftwerk ums Leben kamen.  Im Rahmen der Hilfstransporte besucht das Team auch 20 Familien, die durch die Flut obdachlos wurden und in einer Schule Zuflucht gefunden haben. In ihrem Bezirk starben 600 Menschen.

04.09.2026

Zwei weitere LKW mit Hilfsgütern erreichen Rasuwa. Die Sturzflut hat eine humanitäre Katastrophe ausgelöst. Besonders kritisch ist die Lage für die Jüngsten: laut UN-Angaben sind mindestens 17.000 Kinder akut auf sauberes Trinkwasser, Nahrung, medizinische Versorgung und Notunterkünfte angewiesen. Die zweite Verteilung von Hilfsgütern wie Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln, Planen und Kleidung findet in Kispang im Bezirk Nuwakot statt.

01.09.2026

Das Ausmaß von Zerstörung und Verlust wird immer deutlicher. Wir bleiben im Einsatz für die von der Sturzflut betroffenen Menschen in Nepal. Die Hilfsgüter der drei Lastwagen, darunter Lebensmittel und medizinische Hilfe erreichen die Menschen in Rasuwa. Vor Ort besteht dringender Bedarf an Reis, Linsen, Öl, Salz, Trinkwasser, Kleidung, Seife, Zelten, Decken und Matratzen. Ein nächster Schritt ist die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle in Rasuwa zur Stärkung der Logistik und Koordination. Darüber hinaus sollen Gesundheitscamps zur Bereitstellung sofortiger medizinischer Versorgung und Traumabetreuung entstehen – lebenswichtige Medikamente und psychosoziale Hilfe sind aktuell von hoher Wichtigkeit. Damit der Schulunterricht nicht zu lange unterbrochen ist, ist die Errichtung von provisorischen Lernzentren und die Verteilung von Büchern, Stiften und Schulranzen in Planung. 

31.08.2026

Ein Team unserer Partnerorganisation ist heute von einem Hilfseinsatz in Jajarkot zurückgekehrt, wo es ebenfalls zu Erdrutschen und Sturzfluten kam. 250 Familien wurden mit Lebensmitteln sowie Wellblechdächern für vorübergehende Unterkünfte versorgt. Außerdem ist die Verteilung eines Hilfspakets für Neugeborene und junge Mütter geplant.  Durch Erdrutsche und Schlamm-Massen ist die Versorgung der Überlebenden schwierig. Umso dankbarer sind wir, dass drei große Lastwagen mit Lebensmitteln und medizinischen Hilfsgütern gut in Rasuwa angekommen sind. 

30.08.2026

Die erste Verteilung von Hilfsgütern wie Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung findet in Bidur im Bezirk Nuwakot statt.

27.08.2026

Im Bezirk Nuwakot findet eine vorläufige Lagebeurteilung durch die Helferteams der lokalen Partnerorganisation Asal Chhimekee Nepal (ACN) statt. Bei dem Besuch wird die Situation der Familien, die ihr Zuhause verloren und in öffentlichen Gebäuden Zuflucht gefunden haben, bewertet. Es werden Zufahrtswege für Hilfslieferungen überprüft sowie die Koordination mit den lokalen Behörden und Gemeinden gestärkt. Das Team berät sich mit den entsprechenden Bezirksvorsitzenden, Schulleitern, Vertretern der nepalesischen Polizei und Kirchen. Eine Schule wird als geeigneter Standort für die erste Verteilung von Hilfsgütern festgelegt. Heute erreicht uns zudem die gute Nachricht, dass alle Patenkinder, die wir betreuen, wohlauf sind.

Wie können Sie helfen?

Helfen Sie den Flutopfern noch heute. Jetzt spenden und Leben retten!

Nothilfe Sturzflut Himalaya – 8301-013
IBAN: DE 16 5205 2154 0120 0001 20
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