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Ausbildungszentrum Livingstone

Unsichere Zukunft

Bei 17 Millionen Einwohnern gibt es in Sambia gerade mal eine Million offizielle Arbeitsplätze. Die meisten Menschen arbeiten daher – je nach städtischer oder ländlicher Bevölkerung – im informellen Sektor z. B. im Straßenverkauf oder in kleinen landwirtschaftlichen Anbauprojekten. Jeder ist ein kleiner Unternehmer – und dies bei äußerst großer Konkurrenz.
Deutlich über 60 % der arbeitsfähigen Bevölkerung sind junge Menschen, fast ein Viertel von ihnen ist schätzungsweise arbeitslos. Ein verschwindend geringer Teil bekommt die Möglichkeit, einen Job im öffentlichen Dienst zu bekommen. Feste Anstellungen sind eher die Ausnahme. Die allgemeine Wirtschaftslage lahmt, vor allem wegen Stromausfällen und hohen Energiepreisen.

Aufgrund dieser Entwicklungslage brechen viele Jugendliche die Schule ab. Kriminalität und Drogenhandel bestimmen das wirtschaftliche Leben. Dazu kommt – auch bedingt durch den Tourismus – die wachsende Anzahl an Prostituierten. Aus Mangel an Zukunftsperspektiven müssen sich junge Mädchen prostituieren und ziehen nach Livingstone, um sich dort so ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Eine der Begleiterscheinungen davon ist die relativ hohe AIDS-Rate im Land. Die HIV-Infektionsrate in Sambia liegt im Alter von 15-45 Jahren bei 22 %. Allein in Livingstone liegt sie bereits bei 31 %. Nach Auskunft der Gesundheitsbehörde ist dies die höchste Infektionsrate im ganzen Land. Ein für den Bereich Livingstone zuständiger Parlamentarier verdeutlicht, dass diese jungen Menschen aus Not diesem Geschäft nachgehen, um sich Nahrung zu kaufen oder um ihre Schulausbildung vervollständigen zu können. Denn Bildung kostet Geld und das haben die meisten hier, wo es ums Überleben geht, nicht.

Ohne berufliche Qualifikation bleiben viele Jugendliche auf der Strecke: sie werden zu Straßenkindern in den Städten oder versuchen sich irgendwie durchzuschlagen. Oft landen sie dabei in der Verelendung. Darum gehört die Ausbildung der jungen Generation zu den wichtigsten Aufgaben der Entwicklungszusammenarbeit.

Bildung schenkt Hoffnung

Das Ausbildungszentrum des Kinderhilfswerks Global-Care liegt in der Stadt Livingstone, nahe dem Dorf Mukuni im Süden des Landes. In diesem Zentrum wird für mindestens 50 Jugendliche eine Ausbildung in verschiedenen Berufen nach landesüblichen Kriterien angeboten. 
Kein Land ist je der Armut entkommen, ohne die handwerkliche Produktion zu steigern. Auch in der Wissenschaft und Technik muss Sambia die akademische Bildung vorantreiben. Situationen verbessern sich nur, wenn attraktive Möglichkeiten für junge Leute, denen bisher gute Berufschancen verwehrt waren, geschaffen werden, um dem Kreislauf der Armut zu entkommen. 

In der Ausbildungseinrichtung werden Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten in der Holz- oder Metallverarbeitung angeboten. Außerdem liegt ein Schwerpunkt in der Stoffverarbeitung. Zudem gibt es die Möglichkeit der Weiterbildung im Computerwesen. Durch die Ausbildung können die jungen Menschen eigenverantwortlich ihr Leben gestalten.

Da die Jugendlichen teilweise aus sehr armen Dörfern kommen, kann auch eine Unterbringung in der Einrichtung erfolgen. Eine ausgewogene Ernährung und Angebote zur Lebenshilfe gehören darum ebenfalls zu den Zielen des Projektes.

Wie können Sie helfen? Seit 1985 arbeitet das Kinderhilfswerk Global-Care in Sambia. Was Sie bewirken können:

  • Mit einer Patenschaft legen Sie ein Fundament für eine gute Ausbildung.
  • Mit einer monatlichen Spende von 100 Euro kann ein Platz für einen Jugendlichen finanziert werden.
  • Zu einer guten Ausbildung gehören Werkzeuge, die es oft im Land nur in einem begrenztem Umfang gibt. Um diese Werkzeuge zu finanzieren, bitten wir um Spenden.

Sie haben Fragen?  +49 (0)5622 6160 oder per E-Mail.

Informationen für Sambia

Projektbeschreibung

Das Kinderhilfswerks Global-Care betreibt in der Stadt Livingstone, nahe dem Dorf Mukuni im Süden des Landes ein Ausbildungszentrum. In Sambia sind die Ausbildungs- und Zukunftschancen eher gering. Deshalb ist die Zielsetzung des Zentrums auf eine Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche ausgelegt. Zwischen 50 und 100 Jugendliche erhalten die Chance auf eine qualifizierte Ausbildung.

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