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Philippinen

Inseln, die Unterstützung brauchen

Die Philippinen umfassen über 7000 Inseln, von denen 2000 bewohnt sind. Sie liegen im Pazifischen Ozean in Südostasien entlang des sogenannten Taifungürtels und sind deshalb besonders anfällig für Taifune, Vulkanausbrüche, Erdbeben und andere Naturkatastrophen. Kein anderer Staat der Welt ist so oft von tropischen Stürmen betroffen. Im Jahr 2013 war es beispielsweise der Taifun Haiyan, der tausende Menschenleben forderte und Zerstörung und Armut hinterließ.

Kinder und Jugendliche spielen eine große Rolle für die Zukunft des Landes. 46 % der philippinischen Bevölkerung sind jünger als 14 Jahre. Das Schulsystem ist für die Entwicklung der Philippinen von großer Bedeutung und die staatliche Grundschulbildung wird kostenfrei angeboten. Das nach amerikanischem Vorbild konzipierte Bildungswesen schreibt eine Schulpflicht bis zum sechsten Grundschuljahr vor. Obwohl die Analphabetenquote bei nur 3,6 % liegt (UNDP 2013), gibt es sehr viele Kinder, die die Schule abbrechen, weil sich ihre Eltern die Schule nicht weiter leisten können oder weil sie bei der Arbeit gebraucht werden. Der Mangel an Schulbüchern und anderen Lehrmitteln, die geringe Bezahlung für Lehrer und die damit einhergehenden hohen Fehlzeiten senken das Interesse der Kinder am Schulbesuch zusätzlich. Viele lernen zwar Lesen und Schreiben, können aber oft wegen der weiteren Kosten keine höhere Bildung erlangen. Das zwingt sie dazu, niedrig bezahlte, unregelmäßige Arbeit anzunehmen und ist oft der Grund für eine frühe Heirat und zahlreiche Kinder. Laut dem BMZ leben auf den Philippinen mehr als 50 % der 103 Millionen Menschen unterhalb der nationalen Armutsgrenze und mehr als 10 % in extremer Armut. Dieser Lebenssituation treten wir als Kinderhilfswerk durch Patenschaften und Projekte für philippinische Kinder und Familien entgegen.

Patenschaftshilfe auf den Philippinen

In Zusammenarbeit mit dem lokalen Verein “Grace Family Helper Project Inc.” helfen wir seit Januar 2017 bedürftigen Kindern durch persönliche PatenschaftenAuch Projekte zur Selbsthilfe sind Teil des Engagements. 19 Frauen erhielten Kleinkredite zwischen 50 und 85 Euro zum Start eigener Geschäfte oder Imbissstände, in denen sie z. B. die philippinische Spezialität “Salted Egg” verkaufen.  Philippinische Kinder haben eine Chance auf eine bessere Zukunft verdient, damit sie einmal auf eigenen Beinen stehen können. Die betreuten Kinder werden motiviert ihre Zukunft selbst aktiv zu gestalten und damit ihren Teil zur Entwicklung des ganzen Landes beizusteuern. Langfristig soll sich die Lebenssituation der armen Bevölkerung des Landes durch soziale Veränderungen nachhaltig verbessern.

Das Ziel von “Grace Family Helper Project Inc.” ist, dass die von ihnen unterstützten Kinder gesund sind und gute Bildung erfahren, wovon auch die zugehörigen Familien profitieren können. Die Kinder erhalten ausgewogene Nahrung, damit sie bei guter Gesundheit bleiben. Gleichzeit bekommt die Familie Küchenutensilien gestellt, um für die Angehörigen sorgen zu können. Um den gesundheitlichen Zustand nachhaltig zu verbessern, werden Eltern medizinisch geschult, die Kinder untersucht und gegen Krankheiten geimpft. Der wesentliche Aspekt ist jedoch die Bildung, welche durch die nötige Ausstattung, Förderunterricht und Empfehlungen für Stipendien verbessert wird.

Wie können Sie helfen? Patenschaften sind ein Weg, Leben zu verändern! Wer langfristig Veränderungen erreichen will, muss an die Zukunft denken und sie planen.

Für eine Patenschaft für ein Kind benötigen wir 30 EUR als monatliche Spende. Schenken Sie einem Kind auf den Philippinen eine bessere Zukunft.

Sie haben Fragen?  +49 (0)5622 6160 oder per E-Mail.

Informationen für Philippinen

Auf den Philippinen leben 103 Millionen Menschen, mehr als 50 % davon unterhalb der Armutsgrenze. Arme Familien leiden sehr häufig unter Mangelernährung, was zu zahlreichen Gesundheitsproblemen führt, insbesondere unter Kindern. Der Zugang zu medizinischen Einrichtungen ist besonders in abgelegenen Regionen des Landes sehr schwierig.

Einblick in das Leben eines Patenkindes

Es ist nur ein Raum in dem der 10-jährige William mit seinen drei Schwestern und seinen Eltern lebt. Hier wird gewohnt, gegessen und geschlafen. In manchen Monaten können sie die Miete nicht bezahlen. Dann muss sich die Familie eine neue Bleibe suchen.
Es ist ein harter Alltag in den Slumgebieten in der Nähe der Millionenstadt Manila auf den Philippinen. Manche Familien werden vom Landeigentümer des Areals verjagt, weil sie illegal darauf leben. Viele haben keinen Strom und müssen das Wasser zum Waschen und Kochen aus einem Brunnen holen. Williams Vater ist alleiniger Verdiener. Als Fahrer ist er viel unterwegs, doch sein geringes monatliches Einkommen von umgerechnet 120 Euro reicht nicht aus. “Meine Mama müsste etwas dazu verdienen – dann könnten wir vielleicht die Miete bezahlen, hätten genug Essen und könnten zur Schule gehen – aber sie kann mich und meine Schwester ja nicht immer alleine lassen!” William hat das Problem der Familie verstanden. Für die arme Bevölkerung ist es schwer dem Kreislauf der Armut zu entkommen.
“Seitdem ich einen Paten gefunden habe, hat sich vieles geändert”, freut sich William. “Es ist für meine Eltern keine Last mehr, dass ich zur Schule gehe! Wenn ich etwas nicht verstehe, bekomme ich alles noch einmal in Ruhe erklärt. Eine warme Mahlzeit am Tag gibt es jetzt regelmäßig – viele Kinder sind nicht mehr so oft krank.”