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Prävention und Verbesserung der medizinischen Versorgung von Verbrennungen in Nepal

Nepal wird von der UN als eines der „am wenigsten entwickelten Länder der Welt“ eingestuft und steht vor vielfältigen Herausforderungen. Arbeitslosigkeit, unzureichender Zugang zu Bildung, eine mangelhafte Infrastruktur sowie die verheerenden Auswirkungen von Naturkatastrophen, die durch den Klimawandel noch verschärft werden, prägen das Land. Viele Menschen leben unterhalb der internationalen Armutsgrenze und haben nur begrenzten Zugang zu adäquater Gesundheitsversorgung.

Laut der Weltgesundheitsorganisation sind Verbrennungen die zweithäufigste Verletzung in ländlichen Gebieten Nepals, mit jährlich etwa 55.000 Unfällen. Hauptursachen für diese Unfälle sind die offenen Feuerstellen in den einfachen, einräumigen Häusern sowie Kerosinkocher, die sowohl zum Kochen als auch zum Heizen im Winter verwendet werden. Traditionelle nepalesische Saris, die aus langen Stoffbahnen bestehen, können beim Kochen mit den Flammen in Berührung kommen und sich leicht entzünden. Zudem befindet sich der Schlafplatz der Familie oft in unmittelbarer Nähe zur Feuerstelle, was das Risiko von Verbrennungen im Schlaf erheblich erhöht. Das weiterhin mangelnde Bewusstsein der Eltern über die schweren Folgen von Verbrennungen ist ein großes Problem.

In nepalesischen Krankenhäusern ist eine schnelle und effektive medizinische Versorgung von Verbrennungsopfern nur eingeschränkt möglich. Hinzu kommen lange Anfahrtswege, die den Zugang zur Behandlung weiter erschweren. Für viele Familien sind die Behandlungskosten zudem unerschwinglich. Wird allerdings die notwendige medizinische Versorgung nicht rechtzeitig bereitgestellt, drohen schwerwiegende gesundheitliche Folgen. Neben Komplikationen wie Infektionen, Schock, gefährlichem Flüssigkeitsverlust und posttraumatischen Belastungsstörungen können unbehandelte Verbrennungen zu Narbenbildung führen, die die Beweglichkeit der Haut und Gelenke stark einschränkt. Diese funktionellen Einschränkungen beeinträchtigen die Selbstständigkeit der Betroffenen und wirken sich oft auf das Leben der gesamten Familie aus.

Dieses Projekt richtet sich an Menschen, die bereits unter den Spätfolgen unzureichend behandelter Brandverletzungen leiden. In Zusammenarbeit mit dem Green Pastures Hospital in Pokhara (Zentralnepal) arbeitet GLOBAL CARE daran, die medizinische Versorgung brandverletzter Patientinnen und Patienten in der Region Kaski zu verbessern. Ein zentrales Element des Projekts sind spezialisierte Burn-Care-Schulungen für das medizinische Personal des Krankenhauses, die sicherstellen sollen, dass Brandverletzte in den Krankenhäusern bestmöglich behandelt werden. Darüber hinaus werden Präventionsveranstaltungen in den Dörfern durchgeführt, um das Bewusstsein für Brandgefahren zu schärfen und Unfälle zu vermeiden.  

Ein Teil der GLOBAL CARE Hilfe in Nepal wird vom Land Hessen unterstützt.
6 + 4 = 10 Sie können viel bewegen! Die Förderung beträgt 40% der Gesamtkosten.

    

Wie können Sie helfen?

Seit 1982 arbeitet das Kinderhilfswerk GLOBAL CARE in Nepal. 

Projekt: Nepal – Versorgung brandverletzter Menschen – 8303
Spendenkonto: DE16 5205 2154 0120 0001 20
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