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Sri Lanka: Starke Kinder - starke Zukunft

Die Folgen eines jahrzehntelangen Bürgerkriegs und einer der schlimmsten Wirtschaftskrisen des Landes führen in Sri Lanka zu generationenübergreifender Armut. Am härtesten trifft diese die Kinder: Hunger, mangelnde medizinische Versorgung und fehlender Schulbesuch sind die Auswirkungen einer Krise, die sie nicht verursacht haben. Für viele Familien ist die Frage nach dem, was sie am dringendsten brauchen, nicht leicht zu beantworten. Es fehlt an allem.

Die Südprovinz Hambantota ist stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Monsunregen und Dürren wechseln sich unzuverlässig ab. Die Bevölkerung, die mehrheitlich von der Landwirtschaft lebt, ist hart getroffen. Durch Starkregen, Trockenperioden oder Schädlingsdruck kommt es zu Ernteausfällen. Die Menschen verlieren ihre Einkommensgrundlage, was Nahrungsmittelknappheit, Unterernährung und existenzielle Bedrohung zur Folge hat. Ein zentrales Problem ist der Mensch–Wildtier-Konflikt. Wildelefanten zerstören Felder, vernichten Vorräte und sind u.a. auf dem Schulweg eine große Gefahr für die Kinder. Ihre Eltern müssen sie aus Sicherheitsgründen zum Unterricht bringen, sie wieder abholen und sind so in ihrer täglichen Arbeit eingeschränkt. Dazu kommt, dass die Familien bis zu fünf Kilometer laufen müssen, um Wasser aus benachbarten Dörfern zu beschaffen – oft ist das die Aufgabe der Kinder. Diese Belastung stellt aufgrund der Wildtiere nicht nur ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, sondern verhindert auch den regelmäßigen Schulbesuch. Vor allem Kinder aus einkommensschwachen Familien brechen ihre Schulzeit ab, um zu Hause Unterstützung zu leisten. Bildungschancen sinken und psychische Belastungen nehmen zu.

Gemeinsam mit der Partnerorganisation LEADS stärkt GLOBAL CARE bedürftige Kinder und Jugendliche in Sri Lanka. Schulungen zu Kinderrechten in der Region Hambantota bieten Mädchen und Jungen die Möglichkeit, sich aktiv an Entscheidungsprozessen zu beteiligen. In den Workshops lernen sie, alltägliche Probleme zu erkennen, offen anzusprechen und Lösungsvorschläge zu entwickeln. Ergänzend werden 30 Kinder ausgebildet, um anschließend Workshops in benachbarten Gemeinden durchzuführen. Sie geben ihre Kenntnisse weiter, sodass nach und nach ein regionales Netzwerk aktiver und starker Kinder entsteht. Da eine Beteiligung der Erwachsenen unerlässlich ist, finden parallel 
zu den kindzentrierten Trainings auch Schulungen für Erwachsene statt. Gemeinsame Arbeitsgruppen für Kinder und Erwachsene zu den Themen Kindesschutz, Kinderrechte und Mitbestimmungsmöglichkeiten innerhalb der Gemeinde lassen einen generationsübergreifenden Dialog entstehen, der nachhaltigen Wandel möglich macht. Durch den Austausch zwischen Kinderbotschaftern und den lokalen Behördenvertretern entsteht eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und lokalen Behörden. Es werden identifizierte Probleme diskutiert, gemeinsame Lösungsansätze gefunden und so nachhaltige Veränderungen erzielt.

Ziel der Hilfe ist es, das Wohl der Kinder zu schützen, sie als aktive Gestalter ihrer Zukunft zu fördern und nachhaltige Veränderungen in den Gemeinden anzustoßen.

    

Ein Teil der GLOBAL CARE Hilfe in Sri Lanka wird vom Land Hessen unterstützt.
6 + 4 = 10 Sie können viel bewegen! Die Förderung beträgt 40% der Gesamtkosten. Aus 6 Euro werden 10 Euro.

Tagebuch der Hilfe

10.08.2026 

„Mein Name ist Kavinda. Gemeinsam mit meiner Frau und unseren beiden Kindern lebe ich in einem kleinen Dorf im Distrikt Hambantota. Unsere Gegend ist stark von Angriffen wilder Elefanten betroffen, die Ernten zerstören, Leben bedrohen und den täglichen Schulweg unsicher machen. Neben diesen Herausforderungen hat Hambantota mit gravierenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten und einem niedrigen Bildungsniveau zu kämpfen. Seit einigen Jahren engagiere ich mich in verschiedenen Dörfern, unter anderem im Komitee für Kinderentwicklung sowie als Mitarbeiterin in den Kinderclubs. Durch die Aktivitäten, die den Kindern ermöglichen, ihre Talente und Stärken zu zeigen, hat sich ein Wandel vollzogen. Mädchen und Jungen werden ermutigt, Probleme zu erkennen, die ihr Leben negativ beeinflussen. Sie lernen, ihre Bedürfnisse selbstbewusst zu äußern, mit Erwachsenen auf Augenhöhe zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Ich bin stolz darauf, dass sich meine beiden Kinder als Vertreter des Kinderclubs aktiv an Gemeinschaftsinitiativen beteiligen. Zu sehen, wie sie an Selbstvertrauen und Mut gewinnen, stärkt unsere gesamte Gemeinschaft. Wir sind dankbar für diese Unterstützung und setzen uns weiterhin dafür ein, diese von Kindern geleitete Initiative aufrechtzuerhalten – für eine sicherere und bessere Zukunft!“

27.03.2025 

Die 16-jährige Namita erzählt: „Ich war früher schüchtern und hätte mich nicht getraut, vor Erwachsenen zu sprechen. Von Kinderrechten habe ich mal gehört, hatte aber keine Ahnung, was diese genau bedeuten. Durch den Workshop habe ich viel gelernt. Ich weiß jetzt, wie ich Probleme in unserer Dorfgemeinschaft benennen kann und traue mich, diese zu kommunizieren bzw. Lösungswege zu finden. Wir haben in unserer Gruppe z.B. die Überfälle von Elefanten auf unsere Pflanzen und Felder thematisiert. Fast täglich fressen sie unser Gemüse oder die neuen Triebe von Pflanzen. Wir denken, dass ein Elektrozaun hilft, sie von unseren Gärten fernzuhalten. Diese Idee haben wir in einem gemeinsamen Schreiben an die Behörden geschickt. Inzwischen bin ich auch als Trainerin ausgebildet und im Einsatz, um Kindern ihre Rechte bewusst zu machen und sie zu stärken!“

10.02.2025 

Seit 1983 setzt sich unsere neue Partnerorganisation LEADS (Lanka Evangelical Development Services) für vernachlässigte, gefährdete und benachteiligte Kinder und Familien in Sri Lanka ein. Heute bekam GLOBAL CARE Geschäftsführerin Beate Tohmé Einblick in ein zweijähriges Pilotprojekt für 100 Familien eines Armenviertels, das zum Jahresende 2024 abgeschlossen wurde. Die Eltern erhielten in regelmäßigen Treffen Ratschläge für Erziehung. Die Frauen wurden bei der Gründung eines Kleingewerbes z.B. als Schneiderin oder Konditorin unterstützt. Die Kinder erhielten Nachhilfe und trafen sich regelmäßig zu Sport oder Events. Bei einem Treffen mit einigen Müttern ist ihre Dankbarkeit für die erfahrene Hilfe spürbar. Stolz erzählt eine Mutter, dass sie durch den Verkauf ihrer Torten gute Einnahmen erzielt. Wie schön, dass sich auch bei den Kindern die Schulnoten durch die Nachhilfe verbessert haben. „Zu Beginn waren sie unruhig und es hat einige Wochen gedauert bis sie sich konzentrieren konnten. Inzwischen haben wir viel erreicht!“, erzählt eine der zwei Lehrerinnen mit leuchtenden Augen.

09.02.2025 

Eine Mutter berichtet: „Wir leben in einem sehr abgelegenen Dorf. Mein Mann arbeitet in einer anderen Stadt als Tagelöhner. Er verdient nur sehr unregelmäßig Geld. Ich kümmere mich um unsere zwei Kinder und um meine Nichte, für die ich das Sorgerecht trage. So oft wie möglich arbeite ich auf den Feldern von Bauern aus der Umgebung. Mit ist es sehr wichtig, dass die Kinder zur Schule gehen, doch es kostet viel Kraft, das Geld für den Schulbus oder ihr Unterrichtsmaterial aufzubringen. Umso mehr freue ich mich über die wertvolle Hilfe, die wir jetzt bekommen!“

06.02.2025 

GLOBAL CARE in Sri Lanka: Geschäftsführerin Beate Tohmé ist gut in Colombo gelandet! Auf dem Reiseplan stehen Gespräche mit dem lokalen Projektpartner über Bedarfe, geleistete Hilfe und neue Möglichkeiten der Unterstützung. In einem Hilfsprojekt erhielten bedürftige Kinder aus einkommensschwachen Familien Schulmaterial mit Stiften, Radiergummis, Anspitzern, Linealen, Schulheften, Büchern sowie einer Schultasche. Eine Mutter berichtet: „Wir leben in einem sehr abgelegenen Dorf. Mein Mann arbeitet in einer anderen Stadt als Tagelöhner. Er verdient nur sehr unregelmäßig Geld. Ich kümmere mich um unsere zwei Kinder und um meine Nichte, für die ich das Sorgerecht trage. So oft wie möglich arbeite ich auf den Feldern von Bauern aus der Umgebung. Mit ist es sehr wichtig, dass die Kinder zur Schule gehen, doch es kostet viel Kraft, das Geld für den Schulbus oder ihr Unterrichtsmaterial aufzubringen. Umso mehr freue ich mich über die wertvolle Hilfe, die wir jetzt bekommen!“

04.01.2025 

Die Verbesserung der Bildungssituation bedürftiger Kinder ist Teil der Hilfe. Durch die Verteilung von Schulmaterial an Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Familien, werden beständiger Schulbesuch und die Chance auf Selbständigkeit unterstützt. 338 Kinder in den Bezirken Jaffna, Badulla und Colombo erhalten Bildungspakete mit Stiften, Radiergummis, Anspitzern, Linealen, Schulheften, Büchern sowie einer Schultasche und somit eine gute Grundlage, um das Lernen zu beginnen oder fortzusetzen.

Wie können Sie helfen?

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Projekt: 7340-011 – Bildung für Kinder in Sri Lanka
Spendenkonto: DE16 5205 2154 0120 0001 20
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