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Wiederaufbau der Janakalyan Higher Secondary School

Bildung schafft Zukunft!

Vor mehr als drei Jahren bebte die Erde in Nepal. Im April und Mai 2015 erschütterten zwei schwere Erdbeben den Himalaya-Staat. Über 9000 Menschen kamen ums Leben. 490.000 Häuser wurden komplett zerstört, über 260.000 Häuser stark beschädigt. 1,7 Mio Kinder waren lt. Vereinten Nationen akut auf Hilfe angewiesen. Im Bergdorf Srinathkot, nahe dem Epizentrum, wurden fast 95 % aller Häuser zerstört. Durch die Erdbeben konnten mehr als 1.000 Kinder gar nicht oder nur unzureichend provisorisch unterrichtet werden. Die Janakalyan Higher Secondary School ist mit 30 Lehrkräften und 826 Schülerinnen und Schülern die größte Schule in der Umgebung. Das Gebäude war seit dem Erdbeben einsturzgefährdet und wurde abgerissen und der Schutt geräumt.

Unser Kinderhilfswerk engagierte sich für den Wiederaufbau der durch das Erdbeben zerstörten Janakalyan Higher Secondary School in Srinathkot. In Zusammenarbeit mit dem lokalen Projektpartner ACN (Asal Chimekee Nepal) wurden das neue Schulgebäude fertiggestellt und im Mai 2018 feierlich eingeweiht. Möglich wurde dies, durch viele große und kleine Spenden von Unterstützern aus Deutschland. Trotz der Lage in dieser schwer zugänglichen Region Nepals liefen die Bauarbeiten planmäßig und weitgehend ohne Komplikationen ab. Für die Schüler kehrt nach dem Erdbeben in Srinathkot endlich wieder der normale Schulalltag ein. Lernen im Schutz fester Gebäude, in Räumen mit stabilen Wänden, Fenstern und Türen. Es ist ein Ort in dem benachteiligte Kinder in entlegenen Bergdörfern des Himalayas qualifizierte Bildung bis zur 12. Klasse erhalten. Die Kinder haben die Chance auf eine bessere Zukunft verdient, denn nur über Bildung können sie dem Kreislauf der Armut entkommen.

Es sind bewegende Momente, als bei der Einweihung der Schulchor die Nationalhymne Nepals anstimmt und die Schule mit dem Zerschneiden der roten Bänder offiziell eröffnet wird. Die Vertreter der Behörden und die Politiker sind voll des Lobes für die gute Arbeit, die ACN (Asal Chimikee Nepal), lokaler Projektpartner des Kinderhilfswerks, beim Bau der Schule geleistet hat. Tief bewegt äußern sie ihren Dank und würdigen die Spender. “Wir waren mitten im Epizentrum des verheerenden Erdbebens” erinnert sich Schulleiter Prasad Dhakal. “Mehr als 9000 Menschen verloren ihr Leben. Es war ein schwarzer Tag. Wir mussten unsere Kinder für einige Zeit unter freiem Himmel unterrichten und dann in provisorischen Hütten. Jetzt steht hier dieses wunderschöne Gebäude. Im Namen der ganzen Schulgemeinschaft danke ich für die großartige Unterstützung.” Aufmerksam lauschen die Zuhörer den persönlichen Worten von Minister Dabadi. “Ich kenne Armut aus eigener Erfahrung. Ich weiß, wie Ihr lebt und schlaft und mir ist sehr bewusst, dass Entwicklung benötigt wird. Hier wurde Großes für die Menschen in Srinathkot geleistet. Doch ein Gebäude führt noch nicht zur Veränderung in der Gesellschaft – erst das Umdenken. Das ist jetzt die Aufgabe von uns allen hier vor Ort!” appeliert er an die Kinder, Familien und Vertreter der lokalen Behörden.

Wie können Sie helfen? Seit 1982 arbeitet das Kinderhilfswerk Global-Care in Nepal. Sie unterstützen uns:

  • Durch die Übernahme einer Patenschaft für ein bedürftiges Kind in Nepal.
  • Durch eine Spende für Bildung für Kinder in Nepal.

Sie haben Fragen?  +49 (0)5622 6160 oder per E-Mail.

Informationen für Nepal

Projektbeschreibung

Seit April 2015 engagierte sich unser Kinderhilfswerk in Nepal für den Wiederaufbau der Janakalyan Higher Secondary School. Im Bergdorf Srinathkot, nahe dem Epizentrum der Erdbeben von 2015 wurden fast 95 % aller Häuser zerstört. Durch die Erdbeben konnten mehr als 1.000 Kinder gar nicht oder nur unzureichend provisorisch unterrichtet werden. Im Mai 2018 wurde das neue Gebäude fertiggestellt und eingeweiht.

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Binods größter Wunsch

Binod ist Schüler unserer Schule in Srinathkot. Unsere lokalen Mitarbeiter wurden bei einem Besuch vor Ort auf den Jungen aufmerksam, der eine schwere Gasflasche auf dem Rücken trug: „Ich habe schon einmal 30 Kilo über drei Stunden geschleppt“, erzählte Binod stolz. Doch dann huschte ein trauriger Ausdruck über sein Gesicht: „Ich muss Geld dazuverdienen, seit meine Mutter nicht mehr zu Hause ist. Mein Vater hat sie geschlagen, als er wieder einmal zu viel Alkohol getrunken hatte. Einmal habe ich sie blutüberströmt auf dem Fußboden gefunden. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht und ist danach nicht mehr zurückgekommen. Jetzt sind nur noch meine Schwester und mein Vater da. Manchmal arbeite ich auf Feldern, sonst trage ich Lasten.“ Binod hat es nicht leicht. Doch er gibt nicht auf. „Ich schaffe es trotz meiner Arbeit, immer pünktlich in der Schule zu sein. Ich gehe jetzt in die sechste Klasse. Mein Traum ist es, Arzt zu werden.“ Binod blickt mutig in die Zukunft und hält an seinem Traum fest.

Ihr Kontakt

Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

Projekte und Patenschaften: Tel.: +49 (0)5622 6160 oder senden Sie eine Mitteilung per E-Mail an unser Team.