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HAITI - 10 Jahre nachdem die Erde bebte
So haben wir geholfen!

Es ist der 12. Januar 2010. Ein ganz normaler Schultag im Leben der 17-jährigen Samensi aus Haiti. Sie fährt mit ihrem älteren Bruder nach Petionville zur Schule. „Der Kurs heute ist langweilig. Lass uns schwänzen und früher nach Hause fahren“, quengelt der Bruder. Irgendwann gibt Samensi nach und sie verlassen den Unterricht. Dann passiert es! Das verheerende Erdbeben der Stärke 7,0 lässt das Land erzittern. Das komplette Schulgebäude bricht in sich zusammen, begräbt SchülerInnen und LehrerInnen unter sich. Keiner überlebt – nur Samensi und ihr Bruder! Das Schwänzen des Unterrichts rettete ihr Leben.

Bei dem verheerenden Erdbeben am 12. Januar 2010 kamen mehr als 300.000 Menschen ums Leben. 1,5 Mio verloren ihr Zuhause.

Seit dem Erdbeben hilft unser Kinderhilfswerk bedürftigen Kindern und ihren Familien in Kooperation mit lokalen Kirchengemeinden und dem eingetragenen Verein „Eglise de Dieu Réformée d‘Haiti“. Gemeinsam konnten wir große Hilfe leisten, Not lindern und das Leben zahlreicher Menschen in Haiti nachhaltig verändern!

Gemeinsam geschafft – So haben wir geholfen:

Hilfseinsatz in der Medical Clinic at St. Ard
Es hat mir die Sprache verschlagen, all die Zerstörung und die leidenden Menschen zu sehen“, berichtete KHW-Mitarbeiter Rolf Schild, der mit einem medizinischen Team aus Deutschland noch im Januar nach Haiti flog, um Verletzten in der Klinik in St. Ard, 50 Kilometer nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince zu helfen. In acht Tagen behandelten sie mehr als 3.500 Patienten und führten 50 Operationen durch.

Eröffnung der Optiker-Werkstatt
In der Medical Clinic gibt es eine Zahnarztpraxis, zwei OP-Säle, eine Apotheke sowie eine Prothesenwerkstatt mit Physiotherapie. Ende 2013 wurde durch den Bau einer Optiker-Werkstatt ein weiterer Meilenstein in der medizinischen Versorgung der Klinik gelegt. So wurden neue Arbeitsstellen geschaffen und Patienten mit Augenkrankheiten und Sehstörungen können behandelt werden.

Hausbau in Cabaret und Hilfsgüter für die Erdbebenopfer
Damit die obdachlosen Erdbebenopfer wieder eine menschenwürdige Unterkunft erhalten, unterstützte unser Kinderhilfswerk den Bau von sechs Häusern. Die kleinen Gärten der Familien stehen für einen Neubeginn mit einer besseren Zukunft. Auch Verteilungen von Nahrungsmitteln wurden unterstützt.

Ein Haus der Hoffnung in Pignon
2013 entstand auf einem am Stadtrand ruhig gelegenen Grundstück das House of Hope. Es bietet aktuell 57 Kindern ein Zuhause. Ihre Versorgung und Schulbesuch werden dank Patenschaften ermöglicht. Die 19-jährige Kerlanda ist seit Beginn dabei. Für sie, ihren Bruder und die vier Schwestern ist Armut nicht nur ein Wort.
Das Erdbeben 2010, der Tod ihrer Mutter 2012 und ein Leben in dem ärmsten Land der westlichen Hemisphäre haben Spuren hinterlassen. 2019 hat Kerlanda die High School mit einem guten Ergebnis abgeschlossen und anschließend ein Studium zur Krankenschwester begonnen. Dank Sonderspenden ist das erste Jahr des vierjährigen Studiums gesichert.

Workcamps mit ehrenamtlichen Helfern aus Deutschland– viele Hände bewirken Großes
Sie bauen Schränke, Regale und Betten, erneuern die Elektronik, installieren ein Generator-Häuschen und einen Wäscheleinenplatz! Sie spielen mit den Patenkindern, führen Interviews, halten besondere Momente auf Fotos fest und pflegen Beziehungen. Die großartige Hilfe der Workcampler schenkt Begegnung über kulturelle Grenzen hinweg und stärkt die Versorgung der Kinder nachhaltig.

PAUL schenkt sauberes Trinkwasser
Der Wasserfilter PAUL wurde von der Universität Kassel für die Wasseraufbereitung in Katastrophenfällen entwickelt. Ohne jegliche Wartung oder Reinigung filtert er über Monate hinweg etwa 1.200 Liter Wasser pro Tag – 800 Flaschen zu 1,5 Liter Inhalt. Diese Menge reicht für das Überleben von 200 Menschen. Acht PAUL wurden nach Haiti gebracht, versorgen u. a. unsere Patenkinder im Haus der Hoffnung mit sauberem Trinkwasser.

Im Namen der Kinder und Familien in Haiti danken wir unseren Spendern und Unterstützern, die diese wertvolle Hilfe möglich gemacht haben.

Haiti darf nicht vergessen sein

Schon vor dem Erdbeben 2010 war Haiti mit erheblichen Problemen konfrontiert. Vor allem die Landbevölkerung leidet unter Hunger und Armut, die Ernteerträge reichen nicht zum Leben aus. Trinkwasser ist knapp und es gibt nur wenige Rücklagen, um Notsituationen zu bewältigen. Die Hälfte der über 15-Jährigen sind UN-Angaben zufolge Analphabeten. Für die Eltern ist die Bezahlung des Schulgelds nahezu unmöglich. Sie sind auf die Mithilfe der Kinder angewiesen, damit die Familie überlebt. So arbeiten viele Kinder auf den Feldern oder verkaufen die Ernte am Straßenrand. Die Ausmaße von Katastrophen wie Hurrikan Issac, Sandy, Matthew oder Irma nehmen zu. Auch hier hat unser Kinderhilfswerk Hilfe für die Opfer geleistet.

Ausnahmezustand

Seit Monaten protestieren Tausende Menschen laut – gegen Korruption und für den Rücktritt des Präsidenten. Immer wieder eskaliert die Lage, wenn Straßen blockiert und Autos in Brand gesetzt werden. Die politisch angespannte Lage war in 2019 auch für unser Kinderhilfswerk deutlich spürbar. So kam es zu Verzögerungen im Versand der Kinderpost, Schwierigkeiten bei der Verteilung von Lebensmitteln sowie zur Absage des Workcamps aus Sicherheitsgründen.

Es ist ein mühsamer Weg in einem Land fast ohne staatliche Strukturen. Doch es ist der einzige, um den Menschen zu helfen. Haiti darf nicht vergessen sein!
Zu Weihnachten hat unser Kinderhilfswerk Sonderspenden zur Verfügung gestellt, die die Verteilung von Reis und Öl an 195 Familien ermöglicht haben. Durch den Ausnahmezustand sind die Preise für Grundnahrungsmittel explodiert. Darunter leiden besonders die Ärmsten der Armen, die ums Überleben kämpfen.

Es ist uns eine Herzensangelegenheit die Lebenssituationen der Not leidenden Menschen zu verbessern. 

Helfen Sie mit einer Sonderspende oder einer Erhöhung Ihres monatlichen Patenbeitrags um 5 oder 10 Euro, die Versorgungslücke während des Ausnahmezustands zu schließen, Berufsausbildungen von Patenkindern zu unterstützen oder das Bestehen des House of Hope für Erdbebenwaisen und bedürftige Kinder zu sichern. Nutzen Sie einfach unser Kontaktformular, senden Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an unter: +49 (0)5622 6160. Herzlichen Dank!   

Hilfsprojekt: 7060-010 Haiti
IBAN: DE16 5205 2154 0120 0001 20

Sie haben Fragen?
+49 (0)5622 6160 oder per E-Mail.

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Ihr Kontakt

Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

Projekte und Patenschaften: Tel.: +49 (0)5622 6160 oder senden Sie eine Mitteilung per E-Mail an unser Team.

Lebensgrundlagen schaffen!

Entwicklung durch Projekte setzt dort an,
wo schnelle Maßnahmen das Los der Menschen nicht dauerhaft verändern können. Mit Ihrer Unterstützung setzen wir Projekte um, die darauf ausgelegt sind, von uns betreute Menschen langfristig unabhängig zu machen.

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