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Barra do Sul - Patenschaftsprogramm für verarmte Familien in Santa Catarina

Bara do Sul – ein Dorf und seine Menschen

Das Fischerdorf Barra do Sul (= Fels des Südens) liegt im Norden des brasilianischen Bundesstaates Santa Catarina. Mit seinen ca. 10.000 Einwohnern erlebt der Besucher die üblichen Gegensätze Brasiliens als Schwellenland. Hier wird der Kontrast zwischen Arm und Reich, zwischen moderner Industrialisierung und Landwirtschaft sehr deutlich. Es scheint als würden die Menschen in zwei verschiedenen Welten leben.

Die Zahl der Einwohner wächst in den Sommermonaten durch die vielen Touristen auf bis zu 50.000 an. Die Menschen leben vom Fischfang, vom Tourismus oder von der Papierindustrie. Aufgrund der Touristen gibt es mehr Arbeitsmöglichkeiten, aber der Verdienst, der während dieser Zeit erwirtschaftet werden kann, reicht nicht aus, um den Rest des Jahres davon leben zu können. Viele Menschen haben keine Berufsausbildung und haben auf dem Arbeitsmarkt große Schwierigkeiten.

Die Mehrzahl der Bevölkerung sind verarmte Fischerfamilien, die mit einem bescheidenden Verdienst von ca. 50 EUR im Monat leben müssen. Das ist auch nach landestypischen Verhältnissen nicht genug, um eine Familie zu ernähren. So wohnen viele Menschen in einfachen Hütten, in denen die Not zu Hause ist.

In diesen einfachen Holzhäusern gibt es keine Heizung und daher kaum eine Möglichkeit, in der Winterzeit genügend Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit zu bekommen. Gerade dann leiden die Familien unter Krankheiten und suchen Hilfe bei dem Projektleiter Paul Hinz. Er berichtet: „Jeden Tag kommen Menschen an unsere Tür und bitten um Hilfe, weil es ihnen schwer fällt, mit so wenig Essen zu überleben.”

Hilfe zur Selbsthilfe

Unter dem eingetragenen Verein „A Mão Cooperadora“ (Die helfende Hand) betreuen wir über 100 Kinder und Jugendliche. Im Rahmen des Patenschaftsprogramms unterstützen wir diese verarmten Familien. Die Verein wird koordiniert durch Pastor Paul Hinz und seine Frau. Wöchentlich gibt es ein Treffen aller Patenkinder mit einem kindgerechten Programm. Dabei werden Lieder gesungen, Geschichten erzählt und ein kleiner Imbiss gereicht.

Die Familien erhalten einmal im Monat ein großes Lebensmittelpaket. Regelmäßig besuchen Mitarbeiter die Familien zu Hause in der gewohnten Umgebung, um gezielt auf Nöte und Probleme einzugehen. In einer Kleiderausgabe können sich die Familien Klamotten aussuchen, die sie dringend benötigen. Außerdem werden alle Patenkinder medizinisch betreut und können durch die Patenschaft die Schule besuchen!



Nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe” wurden weitere Hilfsmöglichkeiten für Familien entwickelt. Dazu gehören beispielsweise Kurse in Stoffverarbeitung, Ernährung oder Kindererziehung. In jeder Familie wird nach entsprechenden Möglichkeiten gesucht, um eigenverantwortlich das Leben zu gestalten. So repariert ein Vater seit geraumer Zeit Fahrräder und erzielt dadurch einen kleinen Verdienst. Die goldene Regel lautet: „Wenn du einem Hungrigen einen Fisch gibst, dann hat er nur für heute etwas zu essen, wenn du ihm aber zeigst wie er angeln kann, dann hat er auch morgen etwas zu essen.”

Wie können Sie helfen?

Unsere Entwicklungszusammenarbeit in Brasilien ist als Verein (NGO) unter dem Namen A Mão Cooperadora (AMC) staatlich anerkannt und registriert. Sie unterstützen uns:

  • Durch die Übernahme einer Patenschaft für ein bedürftiges Kind in
    Barra do Sul, Brasilien
  • Durch eine Spende für unser Patenschaftsprogramm in Barra do Sul im Bundesstaat Santa Catarina.

Sie haben Fragen?  +49 (0)5622 6160 oder per E-Mail.

Informationen für Brasilien

Projektbeschreibung

Unter dem eingetragenen Verein „A Mão Cooperadora“ (Die helfende Hand) betreuen wir über 100 Kinder und Jugendliche. Im Rahmen dieses Patenschaftsprogramms unterstützen wir verarmte Familien: Wöchentlich gibt es ein Treffen aller Patenkinder mit einem kindgerechten Programm. Die Familien erhalten einmal im Monat ein Lebensmittelpaket. Patenkinder werden medizinisch betreut und können durch die Patenschaft die Schule besuchen!

» Informationen zu Brasilien

Osnis Hoffnung

Bevor Osni Junior in unser Patenschaftsprogramm aufgenommen wurde, ging es der Familie dramatisch schlecht: ein Kind war bereits verhungert und Osni war klein und ebenfalls stark unterernährt. Weder Vater noch Mutter hatten Arbeit und bettelten um zu überleben. Durch die Hilfe von A Mão Cooperadora haben sie es geschafft, auf dem Grundstück einer Tante ein kleines Holzhaus zu bauen, wodurch sie sich ein Stück finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht haben. Alle Kinder sind gut in der Schule integriert und Osni möchte unbedingt Rechtsanwalt werden.


Sie haben Fragen zu Projekten und Patenschaften?
Unser Team steht Ihnen gerne zur Verfügung. Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr telefonisch unter
+49 (0)5622 6160
oder per E-Mail.