Eliene Nunes (42), ein ehemaliges Patenkind der Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care wurde am 07. Oktober 2012 zur Bürgermeisterin von Itaituba, Pará, Brasilien gewählt.

Bürgermeisterin Elien NunesItaituba am Tapajos – einem der größten Nebenarme des Amazonas - gehört zu den flächenmäßig größten Städten der Welt und mit 62.040 km² größer als die meisten Bundesländer in Deutschland (Bayern erstreckt sich über 70.551 km²). Allerdings leben nur ca. 100.000 Menschen in der alten Goldgräberstadt. Wie bei vielen anderen Kindern liegen auch Elienes Wurzeln in einer einfachen Holzbaracke in einem Armutsgebiet. Mütter ziehen ihre Kinder häufig allein auf, die Väter kommen manchmal von der Goldsuche im Urwald nicht mehr nach Hause, so auch Elienes Vater. Die Armut ist dort immer greifbar. Der größte Traum vieler Kinder sind nicht die neusten Spielsachen, sondern einmal einen vollen Teller mit Essen ganz allein für sich zu haben.


Von der Slumhütte ins Rathaus

Eliene erzählt ihre Lebensgeschichte Reinhard Berle, dem Vorsitzenden von Global-Care, bei einer Fahrt durch Itaituba zeigt sie plötzlich auf eine verfallende Hütte und sagt:„Das ist mein Elternhaus!“ Dann wird sie nachdenklich und erinnert sich unter Tränen, wie sie den Lkws als Kind nachgelaufen ist, die mit Ernteprodukten über die Erdstraße geholpert sind. „Wir haben gehofft, dass etwas runterfällt, damit wir ein wenig zu essen haben!“
In der Tagesstätte von Global-Care erlebte die kleine Eliene, dass ein ganzer Teller mit Nahrung für sie allein zur Verfügung steht. Ein Traum ging in Erfüllung. Durch die Unterstützung der Patenschaft konnte sie später eine Schule besuchen und eine Ausbildung absolvieren. Eliene wurde Lehrerin und unterrichtete viele Jahre in der Schule vom Kinderhilfswerk in Itaituba. Dann wurde die engagierte Frau zur leitenden Mitarbeiterin in der Kommunalverwaltung und schließlich zur Bürgermeisterin Itaitubas.
Ihr Glaube an Jesus Christus bestimmt auch ihren Alltag, wenn sich beispielsweise Bauunternehmer durch Bestechung einen Vorteil verschaffen wollen, dann weist sie auf ihre gelebten Werte hin: „Ich komme aus einer Favela-Hütte, ich weiß, was Armut und Hunger bedeutet. Ich weigere mich, bei der Korruption mitzumachen!“

Es ist bewegend, wie Eliene bei jeder Gelegenheit betont, dass sie eine „Frucht“ der Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care ist und sich heute noch zur großen KHW-Familie zählt.

Weltweit

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