Beate Tohmé berichtet von ihrer Monitoringreise nach Beirut.

Heute, am 6. Januar feiern die orthodoxe Kirche und auch Christen in Syrien Weihnachten, daher findet in Beirut ein besonderer Event mit einem Theaterstück, Kinderchor und Geschenken für syrische Flüchtlingskinder statt.

Der Raum in der Kirche fasst nur 150 Personen, darum gibt es zwei Vorstellungen nacheinander. Gespannt lauschen die Kinder der Geschichte von einem Piraten und Matrosen, die eine große Kiste mit der Aufschrift " Achtung Gefahr! Weihnachten" auf dem Schiff gefunden haben. Was ist wohl darin versteckt? Sie haben Angst, zu gucken. Doch dann siegt die Neugier und unter den staunenden Augen der Zuschauer und mutigen Zurufen der Kinder zaubern sie Weihnachtsschmuck und Geschenke aus der Kiste. Doch da ist noch mehr. Zum Schluss öffnen sich die Seitenwände und geben den Blick auf den Stall in Bethlehem frei. Jesus, Gottes Sohn, ist das währe Geschenk und Grund der Weihnachtsfreude.

Die Kinder der Sonntagsschule haben Lieder eingeübt und singen für die Kinder aus Syrien. Fröhliches klatschen zeigt, dass sie sich richtig freuen. "ihr habt Krieg erlebt, auch wir im Libanon kennen Gewalt, Bombenhagel und Hass. Gott ist zu uns Menschen gekommen, um Frieden und Liebe zu bringen", bringt es Pastor Said Mallouh auf den Punkt.

Er weiß, was die traumatisierten Flüchtlinge bewegt und schafft es, Hoffnung zu vermitteln. Puppe, Stifte, Auto, Schokolade-die liebevoll vorbereiteten Geschenke sind das Highlight des besonderen Events. Glücklich und zufrieden gehen die Kinder nach Hause.

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