Es ist Zeit für eine weitere Monitoringreise nach Bishoftu/Debre-Zeith.

Dort bestaunen wir unser Patenschaftsprogramm mit seiner Tiefenwirkung für die fast 200 Kinder, die hier eine ausgezeichnete Schulbildung, Lebens- und Gesundheitshilfe und eine liebevolle Betreuung bekommen.

Nach dem Besuch einiger Kinder, darunter auch Kinder, die bereits HIV+ geboren wurden, fühle ich erneut Dankbarkeit für das Vertrauen der vielen deutschen Spender in diese harte Arbeit. Vielleicht wegen des Jungen, dessen Eltern bereits tot sind und er deshalb von seiner Oma betreut wurde. Kürzlich ist seine Oma gestorben und sein blinder Großvater ist der letzte Verwandte, mit dem er eine Mini-Wohnung teilt. Die HIV-Krankheit setzt seinem jungen Körper zu und sein Großvater wird in absehbarer Zeit nicht mehr für ihn da sein. Doch dieser junge Mann ist größer geworden, willensstärker und man sollte ihm in dieser Situation helfen. Zwar kann ich manche Lebensschicksale nicht völlig übersehen, jedoch entbindet mich das keineswegs, in Barmherzigkeit diesem Leid helfend zu begegnen. Wichtig ist, dass diese Hilfe ihn erreicht!

Viele Lichtblicke helfen mir, an eine hoffnungsvollere Zukunft für Afrika zu glauben.

Zum Beispiel diese Beiden:
Beim Mittagessen steht plötzlich strahlend ein junger Mann vor mir und fragt neugierig: „Do you still know me?!“ (Kennst Du mich noch?) „NA KLAR!“ antworte ich. Yetibarek, ehemaliger Schul-Absolvent, arbeitet seit zwei Jahren im Liseak Resort. Als Bedienung bei einem Arbeitgeber der gehobenen Klasse ist seine Zukunft gesichert. 2014 bekam er sein Diplom von unserer „TVET“ (Technical Vocational Education Training Center) im Fachbereich Hotelbetrieb. Mein Essen schmeckte übrigens hervorragend (siehe Bild).Projektleiterin Aida und Projektcoach Bob beim Dinner.

Bethelihem, Servicekraft bei der Liseak Resort Anlage, wollte uns ebenfalls unbedingt begrüßen. Sie gehörte zur Klasse, die in 2015 nach einer einjährigen Ausbildung in Bishoftu ihr Diplom bekam.

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