Japan

Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe


2011. Drei Katastrophen innerhalb kurzer Zeit haben Japan in eine unfassbare Krise gestürzt. Mehr als 20 000 Menschen haben ihr Leben verloren. Zehntausende Kinder sind obdachlos und traumatisiert.

Unser Kinderhilfswerk steht in Kontakt zu lokalen Kirchengemeinden, die ihre Kräfte unter CRASH Japan (Christian Relief, Assistance, Support and Hope) bündeln und Soforthilfe leisten. Bereits am 14. März fuhren Teams in betroffene Gebiete und erkundeten die Lage. Viele Freiwillige aus den Kirchengemeinden haben sich gemeldet. Sie helfen in den Flüchtlingslagern beim Kochen der Mahlzeiten, Verteilen der Hilfsgüter und beim Räumen der Grundstücke.

Operation Safe - Traumabewältigung

Neben der materiellen Unterstützung ist es ihnen ein Anliegen den Betroffenen bei der Traumabewältigung zu helfen. Besonders Kinder benötigen Hilfe, um die Katastrophen zu verarbeiten. Für den Sommer planen sie fünftägige Camps für Kinder aus 20 Orten im Katastrophengebiet. Singen, Basteln, Spielen und Geschichten stehen auf dem Programm. Botschaften, wie „Sei stark und mutig! Du bist geliebt! Du bist nicht allein!" sollen den Kindern helfen, ihre Angst zu bewältigen und sich sicher zu fühlen.

Wiederaufbau eines Kindergartens in Kamaishi

Am 11. März zerstörten das Erdbeben und die Tsunami-Welle den größten Teil der Küste von Kamaishi in der Präfektur Iwate. Innerhalb von drei Tagen organisierte der Projektpartner TPAK (Terra People ACT Kanagawa) die Verteilung von Hilfsgütern an die Bevölkerung und schickte Ärzte in das Katastrophengebiet. Die örtlichen Behörden baten um Hilfe beim Wiederaufbau eines zerstörten Kindergartens, in dem Kinder im Alter von 3 Monaten bis 6 Jahren betreut werden. Das Gebäude und sämtliches Mobiliar wurden durch den Tsunami zerstört. Es erscheint wie ein Wunder, dass sich die sechs Betreuer mit 60 Kindern innerhalb von zwanzig Minuten in ein höhergelegenes Gebiet retten konnten. Niemand kam zu Schaden oder wurde verletzt! Regelmäßige Katastrophenschutz-Übungen und gut durchdachte Evakuierungs-Pläne haben dazu beigetragen. Vorübergehend findet die Kinderbetreuung in einem 10 Kilometer entfernten ehemaligen Kindergartengebäude statt. Die Kinder und Mitarbeiter freuen sich, dass sie bald wieder in ihren eigenen Kindergarten umziehen können.
Für das Projekt werden insgesamt 50.000 Euro benötigt.

Bitte helfen Sie den Opfern der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan mit Ihrer Spende!

Weltweit

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