Hilfsmaßnahmen nach Tsunami


2009. Am 26. Dezember 2004 wurden Millionen von Menschen an den Küsten des Indischen Ozeans zu Opfern einer Katastrophe gewaltigen Ausmaßes. Der Begriff Tsunami – ein bis dahin weitgehend unbekanntes Wort – war plötzlich überall präsent. 14 Länder waren von der Flutwelle betroffen, ganze Dörfer wurden weggespült und mehr als 230 000 Menschen verloren ihr Leben.

Hilfsmaßnahmen
Die Hilfsmaßnahmen der Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care konzentrierten sich auf fünf Dörfer im Bundesland Tamilnadu in Südindien. Die Bevölkerung in diesem Gebiet lebte bereits vorher ein recht bescheidendes Leben, aber durch die Flutwelle verloren sie schließlich ihren gesamten Besitz und standen vor dem Nichts. Kinder ohne Eltern, kaum eine Familie, in der nicht der Verlust von Angehörigen zu beklagen war.
Mit Mitteln aus der Aktion Deutschland Hilft und den Spenden unserer Freunde konnte den Opfern der Katastrophe neue Perspektiven aufgezeichnet und Motivation zu einem Neuanfang vermittelt werden.

Die neuen Häuser vom KHW errichtet

Reinhard Berle bei der Einweihung eines Hauses


Leben vom Fischfang
Grundsätzlich gab es vor der Katastrophe zwei Bevölkerungsgruppen.
(1) Die Gruppe der Landbesitzer, die in Steinhäusern wohnte und die sowohl Land als auch Boote und Netze an die arme Bevölkerung vermietete.
(2) Die Gruppe der Besitzlosen, die in einfachen Hütten meistens am Meer hauste und nur mühsam ihr Überleben sichern konnte. Diese Gruppe wurde durch die Katastrophe am stärksten in Mitleidenschaft gezogen.

Die Mehrheit der betroffenen Familien lebte vom Fischfang oder war in der Fischindustrie tätig. Durch die Katastrophe sind 80 % der Boote und 90 % des gesamten Equipments (Netze, Taue...) vernichtet worden. Somit wurde den Familien die Existenzgrundlage entzogen. Ohne Verdienstmöglichkeit können sie nie wieder auf eigenen Beinen stehen.

In fünf Dörfern wurde vom KHW Katastrophenhilfe und Rehabilitation geleistet:

• Serethallikkadu, Distrikt Nagappattinam – 18 Boote mit Motoren und Netzen.
• Kuttiyandiyur, Distrikt Nagappattinam – 10 Boote mit Motoren und Netzen.
• Kuddalore Alikuppam, Distrikt Kancheepuram – 25 Boote mit Motoren und Netzen sowie 55 Häuser aufgebaut.
• Meiyurkuppam, Distrikt Kancheepuram – 60 Netze mit Equipment.
• Chememecherry, Distrikt Kancheepuram – 5 Boote mit Motoren und Equipment.

 

Das Projekt  

Da immer noch eine größere Anzahl von Familien in Notunterkünften lebt, werden dringend weitere Häuser benötigt. Allein in dem Dorf Alikuppam ist ein Bedarf an weiteren 50 Häusern durch die Behörden angegeben.

Außerdem soll ein House of Hope für 10 - 20 Kinder errichtet werden, deren Eltern durch den Tsunami oder HIV/AIDS ums Leben gekommen sind. Dieses House of Hope soll in Chennai aufgebaut werden.

Weltweit

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