Indien

Bevölkerungsreichster demokratischer Staat


Der Vielvölkerstaat Indien ist mit seinen über 1,2 Milliarden Einwohnern eines der bevölkerungsreichsten demokratischen Länder der Erde. Die indische Gesellschaft ist durch die Vielfalt unterschiedlicher Ethnien, Religionen und Sprachen geprägt. Obwohl das Kastensystem offiziell abgeschafft ist, bestimmt es immer noch maßgeblich den Alltag der indischen Bevölkerung. Insbesondere Frauen und Mädchen werden weiterhin vielfach benachteiligt und Kinderarbeit ist vor allem bei Angehörigen niedriger Kasten und Kastenlosen noch immer verbreitet. Die Kindersterblichkeit liegt nach Angaben des BMZ (Bundesministeriums für Entwicklung und Zusammenarbeit) bei 52,7%, dies bezieht sich auf Kinder, die vor Vollendung ihres fünften Lebensjahres sterben.


Ein Land der Gegensätze  

Indien wird als Schwellenland eingestuft. Charakteristisch für das Land sind die extremen Gegensätze wirtschaftlich boomender, hochtechnologisierter Großstädte auf der einen und Kinderarbeit sowie ausgeprägte Armut in Dörfern ohne Zugang zu Strom und Wasser auf der anderen Seite. Die sozialen Unterschiede sind erheblich. Laut BMZ stehen der wachsenden wohlhabenden Mittel- und Oberschicht noch immer mehr als 800 Millionen Menschen gegenüber, die mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen müssen. Hinzu kommen Naturkatastrophen, die nicht nur gewaltige Zerstörungen an Gebäuden und lebenswichtiger Infrastruktur hinterlassen, sondern viele Menschenleben kosten und die Lokalbevölkerung immer wieder vor kaum zu bewältigende Aufgaben stellen.
Der Himalaja bildet die Nordgrenze des Landes, im Süden umschließt der Indische Ozean das Staatsgebiet. Nachbarländer sind Pakistan, Tibet, Nepal, Bhutan, Myanmar (Birma) und Bangladesch. Seit 1976 arbeitet das Kinderhilfswerk Global-Care in Indien mit einem umfangreichen Hilfsprogramm. In folgenden Bundesstaaten sind wir aktiv: Uttarakhand, Bihar, Westbengalen, Sikkim, Arunchal Pradesh, Manipur, Odisha und Tamilnadu.

Weltweit

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