Ausbildungszentrum-in-Livingstone

Ausbildungszentrum in Livingstone


Zur Situation  

Bei 14 Millionen Einwohnern gibt es in Sambia gerade mal eine Million offizielle Arbeitsplätze. Die meisten Menschen arbeiten daher – je nach städtischer oder ländlicher Bevölkerung - im informellen Sektor z. B. im Straßenverkauf oder in kleinen landwirtschaftlichen Anbauprojekten. Jeder ist ein kleiner Unternehmer - bei äußerst großer Konkurrenz.


Dazu kommt – auch bedingt durch den Tourismus - die wachsende Anzahl von Prostituierten. Aus Mangel an Zukunftsperspektiven entscheiden sich junge Mädchen für die Prostitution und ziehen nach Livingstone, um als Prostituierte ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Eine der Begleiterscheinungen ist dabei die relativ hohe AIDS-Rate im Land. Die HIV-Infektionsrate in Sambia liegt im Alter von 15-45 Jahren bei 22 %, aber allein in Livingstone liegt sie bereits bei 31 %. Nach Auskunft der Gesundheitsbehörde ist dies die höchste Infektionsrate im ganzen Land. Ein für den Bereich Livingstone zuständiger Parlamentarier verdeutlicht, dass diese jungen Menschen nicht aus Freude diesem Geschäft mit hohem gesundheitlichen Risiko nachgehen, sondern letztlich aus Not, um sich Nahrung zu kaufen oder um ihre Schulausbildung vervollständigen zu können. Denn Bildung kostet Geld und das haben die meisten hier, wo es ums Überleben geht, nicht.
Ohne berufliche Qualifikation bleiben viele Jugendliche auf der Strecke und werden zu Straßenkindern in den Städten oder versuchen sich irgendwie durchzuschlagen, oft genug landen sie in der Verelendung. Darum gehört die Ausbildung der jungen Generation zu den wichtigsten Aufgaben der Entwicklungshilfe.

Das Ausbildungszentrum liegt in der Stadt Livingstone und dem Dorf Mukuni im Süden des Landes. In dem Zentrum wird für mindestens 50 Jugendliche eine Ausbildung in verschiedenen Berufen nach landesüblichen Kriterien angeboten. Für junge Männer in der Holz- oder Metallverarbeitung, für Mädchen in der Stoffverarbeitung sowie für beide Geschlechter im Computerwesen. Durch die Ausbildung können die jungen Menschen eigenverantwortlich ihr Leben gestalten.

Da die Jugendlichen teilweise aus unterentwickelten Dörfern kommen, kann auch eine Unterbringung in der Einrichtung erfolgen. Eine ausgewogene Ernährung und Angebote zur Lebenshilfe gehören darum ebenfalls zu den Zielen des Projektes.

Wie können Sie helfen?  

  • Mit einer Patenschaft legen Sie ein Fundament für eine gute Ausbildung.

  • Mit einer monatlichen Spende von 100 EUR kann ein Platz für einen Jugendlichen finanziert werden.

  • Zu einer guten Ausbildung gehören Werkzeuge, die es oft im Land nur in einem begrenzten Umfang gibt. In den letzten beiden Containern sind Werkzeuge und gebrauchte Maschinen im Wert von mehr als 10.000 EUR mitgeschickt worden. Um diese Werkzeuge zu finanzieren bitten wir um Spenden.

Weltweit

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