Hungersnot in Ostafrika


Immer wieder erschüttern uns die Bilder und Berichte der erschöpften und unterernährten Kinder am Horn von Afrika


2011. Die Vereinten Nationen sprechen von 12 Millionen Menschen, die von der akuten Hungerkatastrophe betroffen sind. Unser Vorsitzender Reinhard Berle ist nach Äthiopien gereist und hat sich ein eigenes Bild von der Situation gemacht. Unvorstellbar und kaum bekannt: Viele somalische Flüchtlinge leben schon seit 20 Jahren in den Lagern von Äthiopien! Eine Generation wächst fern der Heimat heran. Wo sollen sie bleiben? Was soll aus ihnen werden? In Dollo Ado an der Grenze zu Somalia gibt es vier Lager, ein Fünftes wird geplant. Die Lager sind überfüllt, täglich kommen neue Menschen. Viele laufen hunderte von Kilometern und schleppen sich mit letzter Kraft über die Grenze. In einem Auffanglager werden sie registriert, untersucht, erhalten Essen und Trinken. Dann geht es weiter in eines der Flüchtlingslager. Mitte August waren bereits 140 000 Flüchtlinge registriert. Darunter mehr als 26 000 Babys und Kleinkinder unter fünf Jahren – das entspricht der Bevölkerung einer ganzen Stadt wie z. B. Garmisch-Partenkirchen!


Koordiniert von Regierung und Vereinten Nationen kümmern sich viele Hilfsorganisationen um die Soforthilfe und verteilen Nahrung, Wasser, Medikamente und andere Hilfsgüter. Allein im Lager Malkadida sind es 37 000 Menschen, die auf die Hilfe angewiesen sind. Doch für fast 5 000 Flüchtlinge waren keine Zelte mehr da. So müssen sie unter freiem Himmel leben. Und selbst im Zelt ist es oft unerträglich: Heftige Winde fegen über die karge Tiefebene und rütteln an der Stoff-Konstruktion. Werden die Zelte der Naturgewalt standhalten? Nach Gesprächen mit dem lokalen Projektpartner und den Behörden steht nun fest: Unser Kinderhilfswerk wird feste Unterkünfte für die somalischen Flüchtlinge im Süden Äthiopiens bereitstellen. Wir wollen ihnen ein menschenwürdiges Dasein ermöglichen.

Weltweit

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