Kinderpatenschaften in der Ukraine

In der Ukraine betreuen wir Patenkinder in den Städten Mariupol, Michailowka, Luboml und in der näheren Umgebung von Poltawa. Die Patenkinder leben bei ihren Eltern oder in Pflegefamilien, in Michailowka haben wir auch ein Haus der Hoffnung. Unter der Bezeichnung „House of Hope" hat Global-Care in einigen Ländern Einrichtungen geschaffen, um Waisen- und bedürftigen Kindern eine Chance für die Zukunft zu geben.
In der Ukraine gibt es viele tausend Kinder, die in überfüllten staatlichen Waisenheimen ohne elterliche Liebe und Zuwendung aufwachsen. Mit 18 Jahren müssen sie die Heime verlassen. Oft landen sie auf der schiefen Bahn, in der Prostitution und nicht selten in Gefängnissen. 2006 genehmigte die Regierung neben den staatlichen Einrichtungen die Unterbringung in privaten Pflegefamilien. Das motivierte drei Ehepaare in Michajlowka Pflege- und Adoptivkinder in ihren Familien aufzunehmen. Sie betreuen insgesamt 20 Kinder, die sonst ohne Liebe, Zuwendung und Anerkennung aufwachsen müssten. Die Pflegeeltern erhalten eine geringe staatliche Hilfe, die aber nicht ausreicht, um die Kinder zu versorgen. Daher bedeutet die regelmäßige Unterstützung der Paten eine enorme Entlastung für die Kinder und Pflegeeltern.

Dom Nadjeschdej – Haus der Hoffnung in Michajlowka

2007 adoptierten Marina und Michael Chekomudian, nach vier Jahren Ehe noch kinderlos, ein Kind. Kurz darauf wurde Marina schwanger und die Tochter Darina (Geschenk Gottes) erblickte das Licht der Welt. Das war für die Eltern eine Antwort Gottes auf ihre Gebete. Sie beschlossen, ihren Traum wahr zu machen und eine Pflegefamilie zu gründen. Doch das Haus war zu klein für ihre Vision eines Dom Nadjeschdej – (= russ. Haus der Hoffnung). 2007 fanden sich Spender, die den Bau auf dem Grundstück der Kirchengemeinde finanzierten. Mittlerweile betreuen Mama und Papa Chekomudian neben zwei eigenen zehn Pflege- und Adoptivkinder in dem Haus der Hoffnung. Die Kinder haben oft Gewalt erlebt und sind traumatisiert. Jetzt wachsen sie in der Geborgenheit einer liebevollen Familie auf, bis sie irgendwann in die Selbstständigkeit entlassen werden können.

Marina und Mischa Chekomudian sind dankbar, dass Gott ihnen eine Vision aufs Herz gelegt hatte, und dass er ihnen dabei geholfen hat, diese zu verwirklichen. Über die Lage in der Ukraine schreiben sie:
„In unserem Land haben es Mütter mit kleinen Kindern sehr schwer. Sie bekommen nur 130 Griwna (das sind umgerechnet 12 Euro!) im Monat. Aufgrund der finanziellen Not lassen viele ihre Kinder im Stich. In der Presse liest man, dass Mütter ihre Kinder weggeben, weil sie arbeitslos wurden oder weil sie den verdienten Lohn nicht erhielten.
Bitte betet für die zurückgelassenen Kinder. Wir hoffen, dass Gott sie beschützt und ihnen ein neues Zuhause schenkt."

Weltweit

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