PAUL-Wasserrucksack auf dem Weg nach Haiti

Global-Care startet Hilfsaktion


2010. Seit Wochen breitet sich die Cholera in Haiti aus. Nach dem verheerenden Erdbeben erlebt der Inselstaat die zweite Katastrophe innerhalb eines Jahres. Mittlerweile melden die Vereinten Nationen mehr als 900 Tote und 15 000 Erkrankte.

"Die Menschen brauchen dringend sauberes Wasser und wir haben einen Engpass in der Klinik", schreibt der leitende Arzt, Dr. Fulton in einem Notruf. "Die Infusionen sind ausgegangen. Wir benötigen Nachschub um die Cholera-Patienten behandeln zu können. Die Epidemie breitet sich rasend schnell aus und wir müssen auf das Schlimmste vorbereitet sein."

Global-Care reagiert auf den Notruf und hat eine Hilfsaktion gestartet. Sechs PAUL-Wasserrucksäcke befinden sich auf dem Weg nach Haiti. PAUL, von der Uni Kassel entwickelt, filtert Bakterien aus dem Wasser und schützt die Menschen vor einer Ansteckung mit der Cholera. Ein Wasserrucksack reicht für bis zu 200 Menschen pro Tag.

Das Medikamentenhilfswerk action medeor ergänzt die kostbare Fracht mit 500 Kilo Cholera-Medikamenten für die Klinik. Dr. Fulton und die Mitarbeiter freuen sich auf die Hilfslieferung aus Deutschland. Sie trägt dazu bei, dass den Betroffenen gezielt und effektiv geholfen werden kann.

Die Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care aus Fritzlar unterstützt seit dem Erdbeben Hilfsmaßnahmen in St. Ard und Pignon. Im Januar war ein deutsches medizinisches Team für einen Hilfseinsatz in der Medical Clinic at St. Ard, 50 Kilometer nördlich von Port-au-Prince. St. Ard liegt genau in der Mitte zwischen St. Marc, wo die Cholera-Epidemie begann, und der Hauptstadt Port-au-Prince.

Weltweit

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