Brasilien


Wenn wir an Brasilien denken, dann kommt uns Fußball und Samba in Erinnerung – Themen, die für pure Lebensfreude stehen. Aber Brasilien ist auch auf anderen Gebieten einzigartig.
Brasilien ist mit 8,5 Millionen km² 24-mal größer als Deutschland. Die Ausdehnung vom Norden nach Süden beträgt 4 394 km und vom Westen nach Osten 4 319 km. Über 200 Millionen Einwohner leben in dem den größten Staat Südamerikas.
Es gilt als typisches Schwellenland mit einem hohen Grad an Industrialisierung und einem breiten Angebot an Gütern. Es nimmt jedoch nur ungefähr ein Drittel der Gesamtbevölkerung am Wirtschaftskreislauf teil, die Mehrheit ist in der Schattenwirtschaft tätig oder lebt am Rande des Existenzminimums in bitterer Armut mit menschlichem Elend und der Verzweiflung.

Für die meisten Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen reduziert sich die Schulbildung auf höchstens drei bis vier Jahre, in denen sie nur zwei Schuljahre, die erste und zweite Klasse, absolvieren. Gerade in den Kindern spiegeln sich die krassen gesellschaftlichen Unterschiede Brasiliens wieder. Oft müssen die Kinder schon arbeiten oder die Eltern scheinen die Schullaufbahn dann abzubrechen, wenn Kinder eine Klasse wiederholen müssen. Die Einstellung zur Schule wird wesentlich durch die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse bestimmt. Am Ende der sozialen Skala befinden sich die Millionen Kinder, die schon von klein auf zum Unterhalt der Familie beitragen müssen. Spätestens mit acht Jahren helfen Mädchen in den Favelas (Slums) beim Waschen und Putzen, passen auf ihre jüngeren Geschwister auf und fehlen daher noch öfter in der Schule als die Jungen. Unzählige minderjährige Mädchen gehen aus Not der Prostitution nach. Die Jungen schlagen sich mit kleineren Dienstleistungen durch.
Laut Schätzungen gibt es in Brasilien über sieben Millionen Straßenkinder und über zwei Millionen Prostituierte unter 15 Jahren. Der Anteil arbeitender Kinder zwischen 7 und 14 Jahren beträgt 4,2 % (Stand 2011 BMZ*).

Unsere Entwicklungshilfe ist als Verein (NGO) unter dem Namen A Mão Cooperadora (AMC) staatlich anerkannt und registriert. Die Arbeit konzentriert sich auf die Bundesstaaten Santa Catarina, Paraná, Sao Paulo und Pará im Norden.

Die Hilfe erfolgt durch:

• Patenschaften
• Tagesstätten
• Schulen und Ausbildungszentren
• Krankenstation
• Waisenheim
• Landwirtschaft
• Rehabilitation von Straßenkindern

Helfen Sie einem Kind durch eine Patenschaft. Mit 1 EUR pro Tag können Sie seine Lebenssituation positiv beeinflussen.
*Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Weltweit

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