Lalmonirhat


Der Distrikt Lalmonirhat liegt im Verwaltungsbezirk Rajshahi im Nordwesten von Bangladesch. Die Hilfsarbeit konzentriert sich auf die Stadt Lalmonirhat und die umliegenden Dörfer. Die Menschen sind arm und erhalten als Tagelöhner einen bescheidenden Lohn. Zum Teil haben sie ein kleines Stück Land, dass sie bebauen und sie versuchen dadurch ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Somit kommen die von uns betreuten Kinder aus äußerst armen Verhältnissen, oft genug haben sie bereits ihre Eltern verloren.
Da der Weg zur Schule aus den umliegenden Dörfern nach Lalmonirhat recht weit ist – sechs bis sieben Kilometer sind keine Seltenheit – brachten die Eltern ihre Kinder zur Missionsstation und baten um Aufnahme. Zunächst erfolgte die Unterbringung in einfachen Bambushütten, aber mithilfe von Spenden konnten feste Gebäude aufgebaut werden. Natürlich gehören zur menschenwürdigen Unterbringung auch eine funktionsfähige Küche, Sanitär- und Schlafräume.
Unser Projektleiter James Ashish Das betreut mit seinen Mitarbeitern folgende Projekte:


Haus der Hoffnung

2Insgesamt werden in Lalmonirhat im Durchschnitt 150 Kinder durch Patenschaften betreut. Davon lebt der Großteil bei den Eltern, für viele fehlt jedoch die Geborgenheit der Familie, da die Eltern bereits verstorben sind. Für diese Kinder wurde in Lalmonirhat und Barabari (einem Dorf in der Nähe) eine geeignete Unterkunft geschaffen. Die Unterbringung bedeutet für sie ein Leben in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Mit der Patenschaft wird einem Kind nachhaltig Hilfe und Hoffnung gebracht. In den Einrichtungen sind ständig kleine Reparaturen notwendig und die Kinder freuen sich über Musikinstrumente und Computer. Mit Sonderspenden kann hier vertraute und wohnliche Atmosphäre geschaffen werden.


Speisungsprogramm

Essen 01Seit 2001 führen wir ein spezielles Speisungsprogramm durch. Die Kinder kommen morgens und werden von unserem Lehrer nach einer kurzen Morgenandacht auf den Schulunterricht vorbereitet (Hausaufgaben u. a. m.). Um 10 Uhr gehen sie von hier zur Schule. Anschließend gibt es bei uns ein warmes Mittagessen - und dann geht's ab nach Hause. Aus gesundheitlichen Gründen legen wir Wert auf die persönliche Hygiene unserer Kinder und leiten sie dazu an. Ein schlichtes aber sehr effektives Programm, das Kinder und Eltern begeistert!

Rumana ist eines der Kinder, die wir im Ernährungsprogramm betreuen. Sie stammt aus sehr armen Verhältnissen. Als ihr Vater an Tuberkulose erkrankte, brach die Versorgung der Familie plötzlich weg. Nach einem Monat Krankheit fand der Vater eine Arbeit auf einem Ziegelfeld. Alle freuten sich. Umso größer war dann der Schock über einen Arbeitsunfall, der ihm das Leben kostete. Von da an verdunkelte sich das Leben der Familie.
Doch ein Lichtblick durchbrach Trauer und Not:

Rumana wurde in unser Ernährungsprogramm aufgenommen. Von da an veränderte sich für Mutter und Tochter alles! Rumana geht heute in die Church of God High School und ihre Noten machen uns alle sehr stolz. Sie ist ein sehr intelligentes Mädchen.
Im Laufe der Zeit hat Rumana gelernt, sich selbst zu pflegen und ordentliche Kleidung zu tragen. Heute ist sie eine sehr gute Schülerin, die Lieder singt und Gedichte auswendig lernt. Wir sind dankbar, diese große Veränderung in Rumana's Leben zu sehen.
Von unseren Kindern aus dem Speisungsprogramm erhielten wir folgenden Brief:
„[...] Wir danken Gott für die Privilegien, die wir erhalten dürfen... Wir genießen gutes Essen und bekommen Kleidung. Die Mitarbeiter kümmern sich liebevoll um uns... Wir haben zwei Lehrer, die uns mit großer Aufmerksamkeit unterrichten. Alle von uns haben in den Prüfungen gut abgeschnitten. Bitte betet für uns, dass unser Leben gelingt! Eure Kinder aus dem Speisungsprogramm"

Hüttenbau für arme Familien

Einweihung des neuen Hauses LalmonirhatDie Lebensdauer der Bambushütten – die typische Behausung der armen Familien – liegt in der Regel bei drei bis vier Jahren. Eine neue Hütte ist für viele Familien schwer und für Witwen unmöglich aufzubauen. Dazu kommen die Zerstörungen durch das immer wiederkehrende Hochwasser.
Ein festes Haus kostet 1.000 EUR.
Eine Familie freut sich über das neue Haus  


Brunnenbau

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In vielen Dörfern nutzen die Menschen Wasser aus Pfützen und Teichen für den täglichen Bedarf wie waschen, kochen, putzen und Körperhygiene. Die entnommene Flüssigkeit aus einem Tümpel, Fluss oder See verdient nicht unbedingt den Namen „Wasser". Vielmehr ist es eine verunreinigte Brühe, die nur Krankheiten und Not auslöst. Das Kinderhilfswerk Global-Care stellt einfache Röhrenbrunnen für die arme Bevölkerung zur Verfügung. Sie erhalten sauberes Trinkwasser und Wasser für den täglichen Bedarf. Da das Land ein riesiges Sumpfgebiet ist, wird ein Brunnen schon mit 120 EUR errichtet.

Hier sehen Sie, wie die Menschen in Bangladesch ihr Wasser gewinnen und wie die Brunnen hergestellt werden:


Erwachsenen-Bildungsprogramm

Vielfach leben die Familien als Tagelöhner und haben kaum eine Chance den Kreislauf der Armut zu durchbrechen. Es reicht geradeso zum Überleben. Unter dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe" wird ein Bildungsprogramm für Erwachsene angeboten. Darin werden mit den Frauen Handarbeiten angefertigt sowie Informationsveranstaltungen zu den Themen gesundheitliche Vorsorge und Anbau von Gartenprodukten angeboten.


Wie können Sie helfen?

  • Ein festes Haus kostet 1.000 EUR.
  • Ein einfacher Brunnen kostet 100 EUR.
  • pro Kind benötigen wir 20 EUR im Monat zur Versorgung in unserem Speisungsprojekt in Lalmanirhat.
  • Unterstützen Sie mit einer Spende das Haus der Hoffnung.
  • Mit einer Patenschaft für ein Kind in Lalmonirhat.

Weltweit

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