Kasubi Schule

 

Zur Situation

Geboren werden – Heranwachsen – Kinder bekommen. Was sich aus unserer Sicht zunächst wie ein “normales” Leben anhört, wie es auch in den Industrieländern viele Frauen wählen, ist es nicht! Denn die Mädchen in Uganda haben vielfach keine Wahl. 45% von ihnen haben nicht einmal eine Grundschule besucht. Untergeordnet in der Familienhierarchie haben sie keine Aussicht auf eine eigene Selbständigkeit.
Ebenso hart trifft es Kinder im Stadtteil Kasubi, einem sozialen Brennpunkt in Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Der Stadtteil ist sehr arm, die Straßenverhältnisse sind katastrophal. Die Menschen leben von kleinen Dienstleistungen, Gelegenheitsarbeiten, dem Verkauf von kleinen Kuchen oder den angepflanzten Produkten. Überall wo ein freies Stück Land ist, wird ein kleiner Garten angelegt, die Besitzverhältnisse sind ungeklärt. Die landesweite Situation der Waisenkinder wird auch in Kasubi deutlich, verhältnismäßig viele Kinder leben mit nur einem Elternteil, bei Großeltern oder einem Vormund. Die Wohnverhältnisse der Familien sind erschreckend einfach, oft drängen sich ganze Familien in einem sechs bis acht Quadratmeter großen Raum. Der Stadtteil gleicht einem großen Elendsviertel. Versorgungsanschlüsse für Wasser und Strom sind nicht vorhanden oder nicht finanzierbar. An solchen Orten wächst die Bevölkerung explosionsartig. So bildet in Uganda die Gruppe der unter 15-jährigen Kinder über die Hälfte der Gesamtbevölkerung.
Die Ausbildung dieser Kinder gehört darum zu unseren wichtigsten Aufgaben, um die Situation der jungen Menschen für die Zukunft zu sichern und damit sie aus dem Kreislauf der Armut und lebenslangen Diskriminierung durch fehlende Schulbildung zu befreien.

Das Projekt

Die Geschichte der Kasubi Schule geht auf das Jahr 1983 zurück. Das Kinderhilfswerk erwarb damals ein Grundstück von 10 000 m² mit der Zielsetzung, dort eine Kindertagesstätte mit Grundschule für 80 Kinder zu errichten. Aber sehr schnell wurde klar, dass die Gebäudesituation dem Ansturm der Kinder nicht gewachsen war. Beim 20-jährigen Jubiläum 2003 besuchten bereits 1 200 Kinder die Kasubi Schule. Mit der wachsenden Kinderschar mussten auch ständig weitere Gebäude erstellt werden. In einem Leistungsvergleich mit allen Schulen in Kampala belegte die Kasubi Schule den 3. Platz. Darin spiegelt sich die große Beliebtheit der Schule, aber auch das besondere Engagement der Lehrer wieder.
Heute befinden sich folgende Einrichtungen auf dem Grundstück: Der Kindergarten mit Vorschule (Nursery), die Grund- und Hauptschule (Primary), das Gymnasium (Secondary), ein Ausbildungsprogramm im Schneiderhandwerk, eine Bibliothek für 800 eingetragene Schulen, Wohnraum für die Waisenkinder, das KHW-Hauptbüro und eine Kirche.

Wie können Sie helfen?

• Durch die Übernahme einer Patenschaft für ein bedürftiges Kind in Kampala.
• Durch die Übernahme einer Schulpatenschaft. Mit regelmäßigen Spendenbeiträgen von 100 EUR monatlich könnten neue Lehrmittel (Bücher, Computer, Geräte für das Labor...) angeschafft werden.
• Die Räumlichkeiten für die Wohnräume der Waisenkinder sind in einem elenden Zustand. Mit freien Spendenbeiträgen können wir notwendige Renovierungen durchführen.


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Weltweit

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